PRESSE

FRITZ-LAMPERT-PREIS 2009


Die Preisträgerin des Jahres 2009: Dr. med. PhD Julia Skokowa 20.11.2009, Frankfurt am Main.

Die Verleihung des „Fritz-Lampert-Preises“ im Jahre 2009 fand am 20. November im Rahmen der alljährlichen Tagung der „Gesellschaft für Pädiatrische Onkologie und Hämatologie“ (GPOH) in Frankfurt am Main statt. Aus insgesamt fünf Arbeiten wurde durch eine Experten - Juri (bestehend aus: Prof. Dr. G. Janka, Dr. Fleischhack, Dr. M. Dworzak, Prof. Dr. M. Stanulla und Prof. Dr. J. Vormoor) die Arbeit von Frau Dr. Julia Skokowa, Abteilung Pädiatrische Hämatologie und Onkologie an der Medizinischen Hochschule Hannover, Arbeitsgruppe von Prof. Karl Welte ausgewählt. Die Arbeit von Frau Dr. Skokowa gilt bereits als wegweisend in der Leukämieforschung.

Die Preisarbeit („NAMPT is essential for the G-CSF-induced myeloid differentation via a NAD+-sirtuin-1-dependent pathway“), die im Februar 2009 in NATURE MEDICINE, eine der hochrangigsten Zeitschriften der Welt, erschienen ist, verbindet Grundlagenforschung mit klinischer Bedeutung. Es geht um die gesteigerte Bildung der infektionsabwehrenden weißen Blutkörperchen (neutrophile Granulozyten). Es wird der Signalweg des wichtigsten blutzellenstimulierenden und – differenzierenden Gewebshormons, G-CSF, aufgeklärt. Dabei zeigte sich, dass das Enzym NAMPT im Vitamin-B-3-Stoffwechsel beteiligt ist, und dass das Vitamin B-3 eine ähnliche Wirkung wie G-CSF nicht nur bei der angeborenen Neutropenie sondern auch bei normalen Versuchspersonen hat.

Diese fast sensationelle Entdeckung könnte dazu führen, dass das ind er Behandlung von Patienten mit durch Tumorchemotherapie bedingter Bildungsstörung der weißen Blutkörperchen weltweit eingesetzte Supportivmedikament G-CSF durch eine weitaus billigere Substanz wie das Vitamin B-3 ersetzt werden könnte.

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