AUSZEICHNUNGEN

HOHE IOC-AUSZEICHNUNG FÜR DIE „TOUR DER HOFFNUNG“

IOC-Vizepräsident Dr. Thomas Bach würdigt „ein außergewöhnliches ehrenamtliches Engagement

Tauberbischofsheim, 12.8.05.
Die „Tour der Hoffnung“, bei der zahlreiche prominente Sportler und Künstler schon über 16 Millionen Euro Spenden für krebs- und leukämiekranke Kinder gesammelt haben, ist vom Internationalen Olympischen Komitee (IOC) mit einer seiner höchsten Auszeichnungen geehrt worden. „Sie sind ein leuchtendes Beispiel für den olympischen Geist“, sagte IOC-Vizepräsident Dr. Thomas Bach bei der Verleihung der „Pierre-de-Coubertin-Medaille“ am Freitag auf dem Rathausplatz am Etappenziel Tauberbischofsheim. Fecht-Olympiasieger Bach, auf der zweiten von drei Etappen selbst im Rad-Sattel, lobte die „Tour der Hoffnung“ als „einzigartige Solidarität des Sports mit den Schwächeren.“ Noch nie zuvor habe das IOC die Pierre-de-Coubertin-Medaille an eine Organisation verliehen, betonte Bach. Weltweit haben bisher nur 30 Personen diese hohe Auszeichnung erhalten.


Jürgen Grünwald, Schirmherrin Petra Behle, Volker Klein, Prof. Fritz Lampert, Klaus-Peter Thaler und Gerhard Becker
bei der Verleihung der Pierre-de-Coubertin-Medaille

Stellvertretend für die „Tour der Hoffnung“ nahmen Schirmherrin Petra Behle, Jürgen Grünwald, Klaus-Peter Thaler, Prof. Fritz Lampert, Gerhard Becker und Volker Klein die wertvolle Medaille entgegen. Die Biathlon-Olympiasiegerin und mehrfache Weltmeisterin Petra Behle und der 4-fache Querfeldein-Weltmeister Klaus-Peter Thaler dankten im Namen der Organisatoren und aller Teilnehmer: „Wir fühlen uns geadelt durch diese hohe Auszeichnung, die uns in den nächsten Jahren sicherlich hilft, weitere Spenden für den sozialen Zweck zu sammeln.“

Der Laudatio auf dem Marktplatz der Tauberstadt schloss sich Mitradler und Präsident des Nationalen Olympischen Komitees (NOK), Klaus Steinbach an.

Die jährlich stattfindende „Goodwill-Radtour“ wurde vor 24 Jahren von Prof. Dr. med. Fritz Lampert in Gießen als „Tour Peiper“ ins Leben gerufen und wird seit 1994 in jeweils unterschiedlichen Regionen Deutschlands als „Tour der Hoffnung“ fortgeführt. Seit 1983 sind über 18 Millionen Euro für Kinderkliniken, Selbsthilfegruppen im In- und Ausland gespendet worden. Dabei kamen die Gelder bis auf den letzten Cent den kranken Kindern zugute. Durch das große ehrenamtliche Engagement des Organisationsteams fallen weder Personal- noch Verwaltungskosten an. Die Kosten der Tour werden seit Jahren von namhaften Sponsoren getragen. Somit ist sichergestellt, dass jede Spende zu 100% dort ankommt, wo diese Gelder dringend benötigt werden. Den Vorstellungen der Tour-Organisatoren zufolge soll die Medaille in angemessener Form in Gießen aufbewahrt und präsentiert werden, am besten in einer Vitrine im Rathaus. Tour-Sprecher Jürgen Grünwald: „Wir werden mit dem Magistrat der Stadt Kontakt aufnehmen um diese Auszeichnung langfristig ins rechte Licht zu setzten.

zurück